34,80 €/Monat statt 58 € — das ist der Clou des Deutschland-Jobtickets: Ihr Arbeitgeber zahlt mindestens 25 % des Deutschlandticket-Preises steuerfrei dazu, der Bund subventioniert weitere 5 %. Die meisten Angestellten in Deutschland haben Anspruch — man muss nur aktiv nachfragen. Hier erklären wir die Beantragung, die steuerlichen Vorteile (AG wie AN) und die Semester-Ticket-Variante für Studierende.
So setzt sich der Jobticket-Preis zusammen
* Bei größerem AG-Zuschuss (z. B. 50 %) wird Ihr Eigenanteil noch geringer. Einige Firmen (Volkswagen, SAP, Siemens) übernehmen das Jobticket komplett.
Jahresersparnis: 278 €/Jahr gegenüber dem normalen Deutschlandticket. Bei 50 % AG-Zuschuss sogar ca. 350 €/Jahr.
Jobticket in 5 Schritten beantragen
- 1
Arbeitgeber fragen
In der Personalabteilung oder per E-Mail an HR: "Bieten Sie das Deutschland-Jobticket an?" Viele Firmen haben es längst eingeführt, aber der AG kommuniziert es oft passiv.
- 2
Vertragsbedingungen klären
Höhe des AG-Zuschusses (min. 25 %, oft mehr: 50–100 %), Laufzeit (meist monatlich kündbar), Abrechnung (vom Lohn oder per SEPA).
- 3
Jobticket-Formular ausfüllen
Bei größeren Firmen Online-Portal, bei kleineren PDF-Formular. Daten: Name, Mitarbeiter-Nummer, Wohnadresse, ggf. Bankverbindung.
- 4
Ticket in App aktivieren
Nach 1–2 Wochen Bearbeitung bekommen Sie Ihr Jobticket digital (DB Navigator oder Verbund-App). Chipkarten optional, je nach Verbund.
- 5
Gehaltsabrechnung prüfen
Auf der nächsten Gehaltsabrechnung sehen Sie den AG-Anteil als steuerfreie Sachleistung — nicht als Gehaltsteil. Der AN-Anteil geht per Lohneinzug oder SEPA.
Für Arbeitgeber: Warum mitmachen?
Vorteile
- Zuschuss steuerfrei & SV-frei (§ 3 Nr. 15 EStG)
- Employer-Branding-Effekt bei Recruiting
- Ersparnis vs. Firmen-Parkplatz (~100 €/Monat)
- Nachhaltigkeitsreport-Positiveintrag (ESG)
- Einfache Abrechnung über Rahmenvertrag mit Verbund
Rechnung für einen 100-Mann-Betrieb
Plus: Deutlich höhere Mitarbeiter-Zufriedenheit + Employer-Branding.
Für Studierende: Das Deutschland-Semesterticket
Seit Sommersemester 2025 gibt es das Deutschlandticket-Semesterticket für ca. 29,40 €/Monat. Voraussetzung: Ihre Hochschule hat einen Rahmenvertrag geschlossen. Die meisten großen Universitäten sind dabei.
- ✓ Bundesweit gültig (nicht nur im Hochschul-Verbund)
- ✓ Keine Haltestellen-Begrenzung
- ✓ 50 % billiger als das normale Deutschlandticket
Preis-Vergleich Studenten
* Preis variiert je nach Hochschul-Vertrag. Meist per AStA oder Studierendenwerk abgerechnet; Beitrag automatisch im Semesterbeitrag enthalten.
Kündigung: Was passiert beim Jobwechsel?
Das Jobticket ist an Ihren Arbeitsvertrag gekoppelt. Bei Jobwechsel oder Kündigung:
- Automatische Beendigung zum Austrittsdatum. Sie müssen nichts aktiv tun.
- Nahtloser Wechsel zum regulären Deutschlandticket möglich — einfach beim Verkehrsverbund bestellen.
- Neuer AG bietet auch Jobticket an? Einfach beim neuen AG neu beantragen — ohne Unterbrechung.
- Im Monat des Austritts gilt das Ticket meist noch bis Monatsende.
Profi-Tipps
AG-Zuschuss verhandeln: 25 % ist das Minimum — fragen Sie nach 50 %. Viele Personalabteilungen haben Spielraum. Als Argument: Bund zahlt nochmal 5 % auf den AG-Anteil.
Vergleich mit Entfernungspauschale: Jobticket + Entfernungspauschale lassen sich kombinieren. Sie bekommen sowohl den AG-Zuschuss als auch die Pauschale (0,30 €/km) in der Steuererklärung.
Kleinunternehmer? Auch Sie können mitmachen: Das Jobticket funktioniert ab 1 Mitarbeiter. Für die Personalakte: Einfache Vereinbarung reicht, keine komplizierten Verträge.
Bundeszuschuss ist zeitlich begrenzt: Die 5 %-Bundessubvention ist politisch regelmäßig in Diskussion. Falls sie wegfällt, steigt Ihr Anteil auf 43,50 €. Immer noch günstiger als volles DT.
Passende Ratgeber
Jobticket beim Arbeitgeber anfragen
E-Mail an HR reicht meistens. Wenn Ihr AG nicht mitmacht: Zuerst das normale Deutschlandticket, parallel Vorschlag ans HR-Team einreichen.
Mehr zum Jobticket bei DB