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Klimafreundlich reisen

CO2-Rechner

Zug vs Auto vs Flugzeug

Berechnen Sie, wie viel CO2 Sie mit der Bahn im Vergleich zu Auto und Flugzeug einsparen.

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So berechnen wir die CO2-Werte

Fuer bekannte Strecken nutzen wir reale Emissionsdaten aus unserer Datenbank. Fuer andere Verbindungen schaetzen wir den CO2-Ausstoss anhand der Entfernung:

  • Zug: 0,032 kg CO2 pro km (Durchschnitt ICE/IC)
  • Auto: 0,143 kg CO2 pro km (Mittelklasse-PKW, 1 Person)
  • Flugzeug: 0,255 kg CO2 pro km (Economy, inkl. Radiative Forcing)

Quelle: Umweltbundesamt, Deutsche Bahn Nachhaltigkeitsbericht. Ein Baum absorbiert ca. 22 kg CO2 pro Jahr.

Beliebte Strecken

Warum Zugreisen klimafreundlich sind

Die Bahn gehört zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln für Reisen innerhalb Deutschlands und Europas. Im Fernverkehr fährt die Deutsche Bahn mit 100 % Ökostrom. Das bedeutet, dass ICE- und IC-Züge rechnerisch keine direkten CO2-Emissionen während der Fahrt verursachen. In der Gesamtbilanz fallen Emissionen für Infrastruktur, Wartung und Stromerzeugung an, die in unseren Berechnungen berücksichtigt werden.

Im Vergleich zum Auto produziert eine Bahnfahrt im Durchschnitt etwa 75-80 % weniger CO2 pro Personenkilometer. Gegenüber dem Flugzeug ist die Einsparung noch deutlicher: Auf der Strecke Berlin-München verursacht ein Flug etwa neunmal so viel CO2 wie die Bahnfahrt. Diese Berechnung berücksichtigt den sogenannten Radiative-Forcing-Faktor, der die zusätzliche Klimawirkung von Emissionen in großer Höhe abbildet.

Neben dem geringeren CO2-Ausstoß haben Züge weitere Umweltvorteile: Sie nutzen bestehende Schieneninfrastruktur, die weniger Fläche versiegelt als Autobahnen, und sie können pro Fahrt hunderte Reisende transportieren, was die Emissionen pro Person weiter senkt. Jede Entscheidung für die Bahn statt für das Flugzeug oder Auto trägt messbar zum Klimaschutz bei.

Emissionsfaktoren erklärt

Unser CO2-Rechner verwendet Emissionsfaktoren, die angeben, wie viel Gramm CO2 pro Personenkilometer bei jedem Verkehrsmittel anfallen. Diese Werte basieren auf Daten des Umweltbundesamtes und den Nachhaltigkeitsberichten der Deutschen Bahn.

Wie die Zahlen zustande kommen

  • Zug (32 g CO2/km): Dieser Wert ist ein Durchschnitt aus ICE, IC und Regionalzügen. Er berücksichtigt den Strommix, die durchschnittliche Auslastung der Züge und die Emissionen aus Infrastruktur und Wartung. Im reinen ICE-Fernverkehr liegt der Wert niedriger, da dort Ökostrom eingesetzt wird.
  • Auto (143 g CO2/km): Basiert auf einem durchschnittlichen Mittelklasse-PKW mit Verbrennungsmotor und einer Besetzung von einer Person. Bei zwei Personen im Auto halbiert sich der Wert pro Kopf. Elektroautos haben je nach Strommix einen niedrigeren Wert, liegen aber weiterhin über dem Zug.
  • Flugzeug (255 g CO2/km): Dieser Wert gilt für die Economy Class auf innerdeutschen bzw. europäischen Kurzstrecken. Er enthält den Radiative-Forcing-Faktor (Multiplikator 2), der die zusätzliche Klimawirkung von Kondensstreifen und Stickoxiden in der Flughöhe widerspiegelt.

Quellen: Umweltbundesamt (TREMOD-Datenbank), Deutsche Bahn Nachhaltigkeitsbericht. Ein Laubbaum absorbiert durchschnittlich 22 kg CO2 pro Jahr; diesen Wert verwenden wir für die Baumvergleiche.

Tipps für klimafreundliches Reisen

1

Kurzstreckenflüge vermeiden

Innerhalb Deutschlands sind Zugverbindungen fast immer die bessere Wahl. Ein Flug Berlin-München verursacht knapp 280 kg CO2, die Bahnfahrt nur rund 34 kg. Rechnet man Check-in und Anreise zum Flughafen mit, ist der ICE auf vielen Strecken auch zeitlich konkurrenzfähig.

2

Fahrgemeinschaften bilden

Falls die Bahn keine Option ist, reduziert sich der CO2-Ausstoß pro Person erheblich, wenn mehrere Personen gemeinsam fahren. Ein Auto mit vier Insassen kommt auf rund 36 g CO2 pro Personenkilometer und liegt damit auf Bahn-Niveau.

3

Nachtzüge für lange Strecken nutzen

Auf Strecken über 800 km sind Nachtzüge eine klimafreundliche Alternative zum Flugzeug. Anbieter wie ÖBB Nightjet verbinden deutsche Städte mit Wien, Zürich, Rom und weiteren Zielen. Sie sparen die Übernachtungskosten und reisen mit minimalem CO2-Fußabdruck.

4

Reisen bündeln

Statt mehrerer Kurztrips lohnt es sich, Reisen zusammenzulegen. Eine längere Zugreise verursacht weniger Emissionen als zwei separate Fahrten. Planen Sie berufliche Termine so, dass sie sich mit dem gleichen Ticket verbinden lassen.

5

Deutschland-Ticket für den Nahverkehr

Für Fahrten bis etwa 200 km ist das Deutschland-Ticket (49 Euro pro Monat) eine umweltfreundliche und günstige Alternative. Es gilt in allen Nahverkehrszügen, S-Bahnen, U-Bahnen und Bussen und macht den Umstieg vom Auto besonders einfach.

Häufige Fragen zum CO2-Rechner

Wie genau sind die berechneten CO2-Werte?

Für bekannte Strecken in unserer Datenbank verwenden wir reale Emissionsdaten. Für andere Verbindungen schätzen wir den Ausstoß anhand der Entfernung und standardisierter Emissionsfaktoren. Die Werte sind Richtwerte und können je nach Zugtyp, Auslastung und Antriebsart leicht variieren.

Warum wird der Radiative-Forcing-Faktor beim Fliegen berücksichtigt?

Flugzeugemissionen in großer Höhe haben eine stärkere Klimawirkung als die gleiche Menge CO2 am Boden. Kondensstreifen und Stickoxide verstärken den Treibhauseffekt zusätzlich. Der Radiative-Forcing-Faktor (in der Regel 2x) bildet diese zusätzliche Wirkung ab und wird vom Umweltbundesamt empfohlen.

Berücksichtigt der Rechner Elektroautos?

Der aktuelle Vergleich basiert auf einem durchschnittlichen PKW mit Verbrennungsmotor. Elektroautos verursachen im Betrieb weniger CO2, liegen aber je nach Strommix noch über dem Zug. Wir planen, eine separate Berechnung für Elektroautos zu ergänzen.

Warum wird bei kurzen Strecken kein Flugzeug angezeigt?

Bei Strecken unter 300 km blenden wir den Flugzeug-Vergleich aus, da es auf diesen Distanzen in der Regel keine regulären Flugverbindungen gibt. Der Vergleich wäre nicht praxisrelevant.

Wie viel CO2 spart eine typische Pendlerstrecke pro Jahr?

Ein Pendler, der täglich 40 km pro Strecke fährt (80 km hin und zurück), spart beim Umstieg vom Auto auf die Bahn rund 1.780 kg CO2 pro Jahr (bei 220 Arbeitstagen). Das entspricht etwa 81 Bäumen, die ein Jahr lang CO2 aufnehmen.